4. Mai 2021

Erkundung vom Engelsmeer

Erkundung vom Engelsmeer: Auf Einladung der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen habe ich mit dem Engelsmeer in Kayhauserfeld (Gemeinde Bad Zwischenahn) eines der ältesten Naturschutzgebiete in ganz Niedersachsen besucht. Dieser Besuch war nicht nur sehr schön, sondern dank Hergen Ehrhardt, einer der beiden Fraktionssprecher, auch sehr lehrreich. Die Wiedervernässung der Moore ist eine sehr wichtige Aufgabe und gehört deshalb natürlich zu den Zielen, die ich als Landrätin verfolgen werde! Klima- und Umweltschutz ist zu einer unserer größten Herausforderungen geworden. Wir müssen alles dafür tun, um unsere Welt und natürlich auch insbesondere unsere Heimat für unsere Kinder, Enkelkinder und alle weiteren nachfolgenden Generationen lebens- und liebenswert zu erhalten.

Während der gut 1½-stündigen Begehung gab Biologe Hergen Erhardt interessante Hintergrundinformationen: „Das Engelsmeer ist seit 1939 als Naturschutzgebiet geschützt und 1,7 ha groß. Es ist schon in ältesten Karten als See im Moor verzeichnet. Solche offenen Gewässer entstanden im ohnehin nassen Hochmoor und werden Mooraugen oder Kolke genannt. In früheren Zeiten gab es unzählige davon in unseren Mooren. Die Entstehung des Engelsmeeres ist etwas Besonderes: Es handelt sich um einen Erdfallsee, der durch Sackungen im darunterliegenden Salzstock entstanden ist. Diese Entstehung teilt das Engelsmeer mit dem Zwischenahner Meer.

Der Landkreis Ammerland hat Maßnahmen zu Energieeffizienz und Hochmoorrenaturierung als Beitrag zum Klimaschutz beschlossen. Im Bereich Engelsmeer soll der Wasserstand durch Abdichten einiger Gräben und Verstärkung undichter Randbereiche gesichert werden.

Erhardt erläuterte auch, wie entscheidend der Wasserstand ist: „Nur in den nassen Bereichen finden wir typische Hochmoorpflanzen wie Torfmoos, Wollgras und Sonnentau. Das nasse Milieu bewahrt hier den Torf vor der Zersetzung. In den umliegenden, landwirtschaftlich genutzten Flächen geht pro Jahr ein bis vier Zentimeter Torfmächtigkeit durch Abbau an der Luft verloren und CO2 wird freigesetzt.“

Die Grünen haben mir deutlich gemacht, dass der Schutz der Moore einer ihrer politischen Schwerpunkte ist. Meine Unterstützung als Landrätin ist ihnen sicher.