4. Mai 2021

Im Gespräch mit Olaf Lies zum Niedersächsischen Weg

„Wir sind zusammen zur Grundschule in Sande gegangen und haben auch schon eine Zeitlang beruflich miteinander zu tun gehabt“: Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Bei einer von unserem SPD-Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde organisierten Video-Diskussion unter dem Motto „75 Minuten Klartext: Perspektiven für den Niedersächsischen Weg“ konnte ich ihn jetzt zum Thema Förderung des Ökolandbaus in Niedersachsen befragen. An der Diskussionsrunde wirkte auch die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann aus Berne mit.

Der Niedersächsische Weg als Gemeinschaftsprojekt von Politik, Branchenverbänden und Umweltschützern hat gezeigt, dass eine solidarische Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren gut funktionieren kann. Die Vereinbarung aus Niedersachsen hat Vorbild-Charakter. Davon konnte ich mich unlängst auch während eines Informationsbesuchs beim Ammerländer Landvolkverband überzeugen.

Von Olaf Lies wollte ich wissen, wie der Ökolandbau im Ammerland gefördert werden kann. Der hat sich zwar von 2018 zu 2019 fast verdoppelt, aber im Vergleich zu anderen Landkreisen in Niedersachsen sind unsere 814 Hektar immer noch relativ gering. „Das ist ein ganz spannender Punkt“, so der Minister auf meine Frage. Der Ökolandbau sei ein ganz wichtiger Teil. Niedersachsen fördere den Ökolandbau, und man habe sich auch eine Quote gesetzt für den Ausbau. Dabei dürfe aber nicht außer Acht gelassen werden, dass der Kundenstamm auch mitwachsen könne und nicht zuletzt auch die regionale Vermarktung vorangebracht werde.

Olaf Lies: „Ich würde mir wünschen, wenn Du Landrätin bist, dass wir ein Modell angehen, um den Ökolandbau voranzubringen, aber es verbinden damit, dass auch regionale Vermarktung vorangebracht wird und dass es selbstverständlich ist, dass in unseren Läden auch regionale Produkte sind.“ Und in seiner Funktion als Bauminister fügte er hinzu: „Wir machen auch Innenstadtentwicklung. Wir müssen in den Innenstädten dafür sorgen, dass die Landwirtschaft mit ihren regionalen Produkten sichtbarer wird, um dem Lebensmitteleinzelhandel mal die Stirn zu bieten, und den Leuten sagen, was die regionale Landwirtschaft leistet. Ich glaube, wir hätten schöne Projekte zusammen“.