27. Mai 2021
Bürgermeister Ammerland

Zu Besuch in der KJK

Mit ihren rund 1100 Mitarbeitern gehört die Karl-Jaspers-Klinik (KJK) in Wehnen zu den größten Arbeitgebern im Landkreis Ammerland. Da der Bezirksverband Oldenburg, bei dem ich bekanntlich als stellvertretende Verbandsgeschäftsführerin tätig bin, Hauptgesellschafter der KJK ist, ist mir die Klinik natürlich gut bekannt. Trotzdem gab es bei meinem jüngsten, über dreistündigen, Informationsbesuch auch viel interessantes Neues zu hören und zu sehen.

Eine Begehung des Klinik-Areals war überaus beeindruckend. Auf einer Fläche von rund 42 Hektar sind zahlreiche Gebäude mit vielfältigen Angeboten für Menschen von jung bis alt mit den unterschiedlichsten psychiatrischen Beeinträchtigungen angesiedelt. Ein neues „Hannah-Arendt-Haus“ ist schon weit fortgeschritten und bildet eine beeindruckende neue Achse, die sich sehr gut in das gesamte Gelände einfügt. Durch den Neubau wird es viele weitere therapeutische und auch technische Neuerungen geben. Kernsanierungen bilden den Schwerpunkt weiterer Bauarbeiten. Das wird auf dem Gelände viele Umzüge von Stationen erfordern. Ich hatte das Gefühl, als ob kaum etwas an Ort und Stelle bleiben würde, aber meine Gesprächspartner, die stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrates, Kerstin Detken, Pflegedienstleiterin Monika Jüttner, und Geschäftsführer Michael Poerschke, waren sich in der anschließenden Gesprächsrunde einig: „Das ist kein Problem. Die Beschäftigten sind sehr gut in all die Veränderungen eingebunden, ziehen mit und sind mittlerweile Veränderungen gewöhnt, nicht zuletzt durch Corona.“

Auch in der Psychiatrie habe es in den zurückliegenden Monaten große Belastungen der Mitarbeitenden wegen der Corona-Pandemie gegeben. Während es aber für Pflege- und Somatische Kliniken Prämien gegeben hat, hätten die Beschäftigten in der Psychiatrie keine Prämie erhalten, was für die Kolleginnen und Kollegen nicht nachvollziehbar gewesen sei, hieß es.

Auch aus Sicht des Betriebsrates hat sich die Gründung des Ammerländer Ausbildungszentrums für Gesundheitsberufe bewährt. Es ist 2013 entstanden aus einem Verbund  der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen der Ammerland-Klinik GmbH in Westerstede und der Karl-Jaspers-Klinik gGmbH in Wehnen. Sowohl Ammerland-Klinik als auch KJK profitieren von dieser Einrichtung und können einen Großteil ihres Fachkräftebedarfs über die Auszubildenden decken. Als „insgesamt sehr groß“ bewerteten meine Gesprächspartner die Mitarbeiterzufriedenheit.

Veränderungen für das KJK-Gelände wird auch der neue Kreisverkehr in Wehnen im Verlauf der Hermann-Ehlers-Straße/Einmündung Bloher Landstraße mit sich bringen. Im Zuge des Umbaus entsteht eine Zufahrt aus dem Kreisel auf das KJK-Gelände, die den Verkehrsfluss auf dem Klinikareal zu den Stoßzeiten deutlich entspannen und verbessern soll.

Kleine Anekdote am Rande: Betriebsrätin Kerstin Detken und ich haben erstmal festgestellt, dass wir beide uns bereits von den Sommerläufen der KJK kennen, bei denen sie als Physiotherapeutin im Einsatz war.