24. Juli 2021
Rhododendronpark Hobbie

Umweltschutz groß geschrieben

Auf Anregung des Zentralverbandes Gartenbau habe ich zusammen mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde und dem Aper Fraktionssprecher Björn Meyer (SPD) die Gärtnerei Klefer in Augustfehn besucht. Ein sehr gut funktionierendes Familienunternehmen, das vorbildlich nachhaltig und so umweltschonend wie möglich produziert.

Umweltschutz wird hier wirklich groß geschrieben: Kein Glyphosat oder andere für Bienen schädliche Pflanzenschutzmittel, recyclebare Blumentöpfe aus den Schalen von Sonnenblumenkernen oder Papier und eine „schlaue“ Bewässerungsanlage sind dabei nur einige Punkte, die uns der Firmenchef, Gärtnermeister Dirk Klefer, bei einer Führung über das Gelände und durch die Gewächshäuser demonstrierte.

Gesprochen haben wir dabei auch allgemein über die Herausforderungen und Chancen der Branche. Der Zentralverband hatte u.a. darauf hingewiesen, wie schwierig die Situation aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Vorgaben in den Ländern Europas ist. Deutschland habe die strengsten Vorgaben. Pflanzen, z.B. aus den Niederlanden, die mit in Deutschland verbotenen Pflanzenschutzmitteln behandelt sind, dürften hier aber ohne weiteres verkauft werden. Durch diese Ungleichheit entstünden deutschen Gärtnereien deutliche Wettbewerbsnachteile. Die Vorgaben sollten in ganz Europa gleich sein.

Klefer arbeitet eng mit anderen Gärtnereien im Ammerland zusammen. Dadurch gebe es Synergieeffekte, und diene der Einsparung von CO2. Nicht zuletzt ist das Augustfehner Unternehmen an einem wissenschaftlich begleiteten Projekt beteiligt, wo es darum geht, den Torfanteil in der Pflanzerde deutlich zu mindern.

Obwohl der Beruf der Floristin vermutlich einer der schönsten überhaupt sei, werde es schwieriger, Menschen dafür zu begeistern: Ein Ausbildungsplatz konnte dieses Jahr nicht besetzt werden.