30. August 2021
Rhododendronpark Hobbie

DRK Speisekammer Rastede

Mit den Gemeinderats- und Kreistagskandidaten der SPD hatte ich die Gelegenheit, die Speisekammer des DRK in Rastede zu besuchen. Wir wurden sehr herzlich von Sabine und Jann Aden sowie den Mitarbeitern der Speisekammer empfangen. Sabine und Jann Aden sind die Initiatoren und Gesichter der DRK Speisekammer Rastede. Das Ehepaar hat die Speisekammer vor 12 Jahren ins Leben gerufen.

Heute ist die Speisekammer eine etablierte Institution, die zwischen 1.500 und 1.800 Menschen in der Woche mit Lebensmitteln versorgt!!! Da kann sich jeder vorstellen, welche Menge an Lebensmitteln dafür erforderlich ist!

Die Einrichtung besticht durch ein ausgeklügeltes Hygienekonzepts: es wurde ein Einbahnstraßensystem mit mehreren Stationen und Markierungen eingerichtet, damit jederzeit genügend Abstand gehalten wird. Außerdem ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske Pflicht.

Als erstes wurde mir Horst-Dieter vorgestellt, von den Kunden auch liebevoll „Boss“ genannt, der die Bezugskarten prüft oder aber auch ausstellt und dem Ausgabe-Team sagt, was ausgegeben werden muss. „Weiß“ bedeutet, alles darf in die Kiste, „Rot“ heißt, dass kein Schweinefleisch dabei sein darf.

Ein Blick in weitere Räumlichkeiten zeigt, wie umfangreich arbeitsintensiv der Betrieb der Speisekammer ist. Die Lebensmittel werden vorsortiert, bevor sie in die Ausgabe gebracht werden. Verdorbenes wird entsorgt. Jeden Tag fahren die Mitarbeitenden täglich eine Tour zu Märkten in Oldenburg und dreimal in der Woche geht es mit dem LKW zum Edeka-Zentrallager in Neuenkruge. Da kommen jede Woche 7-8 Tonnen Lebensmittel zusammen, die an Bedürftige verteilt werden.

Dafür bedarf es entsprechender Lagerkapazitäten. Durch Förderungen von Leader konnte u. a. ein beeindruckendes Kühlhaus angeschafft werden.

Ich habe gestaunt, wieviel Lebensmittel dort ankommen, gesichtet und verteilt werden. Unfassbar, dass diese Lebensmittel ohne das Engagement der Speisekammer einfach entsorgt würden! Insofern ist es nicht nur großartig, dass bedürftige Menschen auf diese Art und Weise sehr sinnvoll unterstützt werden, sondern es handelt sich zudem um einen sehr nachhaltigen Einsatz von einwandfreien Lebensmitteln!

Nachdem wir uns die Räumlichkeiten angeguckt haben, gab es bei Kaffee und Tee einen sehr regen Austausch mit den Beschäftigten und den Flüchtlingshelfern.

Vielen Dank für den sehr aufschlussreichen Termin! Mich hat es sehr beeindruckt, wie viele Mitbürger von der Speisekammer unterstützt werden und wie viele Lebensmittel so noch sinnvoll zum Einsatz kommen. Schön, dass es diese Einrichtung gibt und sich so viele ehrenamtliche Helfer dort voller Elan engagieren.